Was vor dem Kauf bedacht werden muss. Das Domizil im Süden soll in erster Linie viel Freude bringen. Drum prüfe vorher, wer sich an eine Immobilie bindet. Viele Deutsche träumen von einem eigenen Häuschen im Ausland. Ein Hauptmotiv dafür ist der Wunsch, der tristen Wetterlage - vor allem in den Wintermonaten - in Richtung Sonne zu entfliehen. Südliche Regionen in Europa stehen daher ganz oben auf der Wunschliste. Aber auch andere Überlegungen kommen mit Blick auf eine Auslandsimmobilie zum Zuge: Für die Zeit nach der Berufstätigkeit soll endlich der Traum von einem zwanglosen, stressfreien und daher auch gesünderen Leben in Erfüllung gehen. Man möchte Natur, Kultur, Land und Leute ausgiebig genießen und sich im Ausland die Basis für eine dauerhafte Lebensalternative schaffen. Und dabei locken häufig die im Vergleich zu Deutschland erheblich niedrigeren Immobilienpreise. Vor dem Kauf müssen dennoch eine Reihe von Überlegungen angestellt werden, die es auch mit dem Partner und in der Familie gründlich zu diskutieren gilt.Hierzu einige Anregungen und Tipps: Der Euro macht’s möglich: Neue Perspektiven im Bereich Auslandsimmobilien.
Mit der Einführung des Euro seit Januar 1999 haben sich Erwerb und Wiederveräußerung von Ferienimmobilien in den Teilnehmerländern der europäischen Währung erheblich vereinfacht. Wechselkurs- und Wiederveräußerungsrisiken, die es bisher in vielen Ländern zu beachten galt, sind gegenstandslos geworden. Außerdem hat sich eine bessere Vergleichbarkeit in Hinblick auf Kosten und Renditen ergeben. Auch die Finanzierung dürfte sich weiter vereinfachen, wobei schon heute nicht wenige Realkreditinstitute dazu bereit sind, die Finanzierung von Auslandsimmobilien zu übernehmen und diese Geschäfte zum Teil sogar über ihre Auslandsfilialen, z. B. in Spanien, abzuwickeln.
Grundlegende Tipps für den Ferienhauskauf
Häuser in idyllischen Einzellagen - an der Küste oder auf Bergkuppen, an versteckten Seen oder in Wäldern - sind nur dann eine Freude, wenn über das ganze Jahr hinweg eine Beaufsichtigung zu vernünftigen Kosten möglich ist. Wer Haus oder Wohnung an seinem bevorzugten Urlaubsort kaufen möchte, sollte sorgfältig vorgehen, Vor- und Nachteile abwägen und vor allem nicht aus einer Urlaubslaune heraus Verträge mit langfristigen Verpflichtungen eingehen. Wichtige Erkundigungen und Überlegungen im Vorfeld könnten sonst zu kurz kommen. Hierzu gibt der Ring Deutscher Makler einige Anregungen: Künftigen Haus- oder Wohnungseigentümern ist unbedingt anzuraten, den gewünschten Ferienort zu unterschiedlichen Jahreszeiten aufzusuchen. Zum Beispiel entpuppt sich mancher in der Hauptsaison fröhlich belebte Ort im Herbst als "Geisterstadt". Immobilien in derartigen Orten sind als Dauerwohnsitz für den Ruhestand daher nicht unbedingt zu empfehlen und auch die Feriennutzung in der Vor- und Nachsaison kann dadurch beeinträchtigt sein.
Insbesondere wenn man die Immobilie zur besseren Auslastung und als Beitrag zur Finanzierung - wenigstens zeitweise und sei es nur an Nutzer aus dem Bekanntenkreis - vermieten möchte, spielen Qualität und Ansehen des Ferienortes eine wichtige Rolle. Allerdings sollte die Frage der Vermietung und der zu erzielenden Erlöse für den Erwerb einer Ferienimmobilie nicht ausschlaggebend sein. Interessenten, die dringend auf Vermietungserlöse angewiesen sind, wird empfohlen, vom Kauf einer Ferienimmobilie zunächst Abstand zu nehmen und die benötigten Eigenmittel im Vorfeld anzusparen.
Große Vorsicht ist daher immer geboten, wenn Verkäufer am Ferienort eine Finanzierung über Vermietungserlöse versprechen. Ohne vorherigen Preisvergleich sollte grundsätzlich keine Ferienimmobilie gekauft werden. Dies gilt vor allem für Objekte, die auf den Anzeigenseiten deutscher Tageszeitungen angeboten werden. Wer Preise nicht vor Ort vergleicht, läuft Gefahr, zu viel zu bezahlen. Daneben müssen selbstverständlich auch möglichst umfassende Informationen über sämtliche Nebenkosten, die durch den Erwerb entstehen, eingeholt werden. Dazu zählen Maklerprovision, Grunderwerbssteuer, Notar- und Gerichtskosten sowie ggf. weitere Steuern und Gebühren.
Weitere Kosten entstehen durch den Unterhalt einer Immobilie fern der Heimat - z. B. für regelmäßige Beaufsichtigung oder Verwaltung. Ermitteln Sie vor dem Erwerb unbedingt den ungefähren Aufwand für diesen Kostenbereich. Daneben ist es sinnvoll, an Rücklagen, z. B. für Reparaturen, zu denken und naturgemäß fallen auch im Ausland Gebühren für Wasser, Strom und Müllabfuhr an. Von entscheidender Bedeutung ist die Erreichbarkeit des künftigen Ferienortes. Prüfen Sie die Verkehrsverbindungen auch außerhalb der Hauptsaison. Aller Erfahrung nach ist es am günstigsten, wenn das Feriendomizil in Mitteleuropa innerhalb etwa eines Tages mit dem Auto erreichbar ist.
Bei entfernteren Zielen sind regelmäßige Flugverbindungen wichtig, mit denen das Feriendomizil - einschließlich An- und Abfahrten zu den Flughäfen - ebenfalls innerhalb von 24 Stunden erreicht werden kann. Beim Kauf über einen ortsansässigen ausländischen Makler empfiehlt es sich zu prüfen, ob dieser einem der anerkannten Berufsverbände angehört, deren Regelungen mit denen des Rings Deutscher Makler vergleichbar sind

























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