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Hormon-Ersatz-Therapie
Medizin - Medizin Frau
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sxc_1145954_58897764_woman-in-fieldAuswirkungen des Hormonmangels: Vielen Frauen über vierzig schlägt der Sommer auf´s Gemüt: Wenn sich alle Welt voller Freude überflüssiger Kleidungsschichten entledigt, leidet ihr Selbstbewusstsein beim Blick in den Spiegel. Die Haut ist dünner geworden, Bauch-Beine-Po haben an Spannkraft verloren. Frauen in den Wechseljahren leiden am Hormonmangel, der den Körper altern lässt.

Frauen in den Wechseljahren sehen den Sommer oft wenig positiv. Durch das Nachlassen und Erlöschen der Eierstockfunktion in den Wechseljahren fallen die Östrogene und das Progesteron auf Basalwerte ab. Diese Reduktion der Hormonproduktion im Körper wirkt sich auf das körperliche und seelische Wohlbefinden genauso aus wie auf den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System. Mit dem einsetzenden Östrogenmangel verändert sich auch die Haut. Sie wird trocken und neigt zur Faltenbildung. Außerdem nimmt ihre Elastizität ab. Insgesamt kommt es zu einer "Vermännlichung" mit verstärkter Körperbehaarung, Damenbart und zu einem vermehrten Kopfhaarausfall. Auch können die durch den Hormonmangel bedingten Stoffwechselveränderungen Folgeerkrankungen nach sich ziehen, z. B. Osteoporose.


Wie Östrogen und Progesteron wirken

Neben den Wirkungen von Östrogen und Progesteron gegen die Wechseljahresbeschwerden ist seit einiger Zeit auch der Anti-Aging-Effekt dieser Hormone bekannt. Östrogen und Progesteron steigern die Bildung von Kollagen (hautglättende Substanz) und wirken sich dadurch günstig auf Haut, Gelenke und Muskulatur aus. Östrogene fördern darüber hinaus die Wiedereinlagerung von Wasser in die Zellen und die Durchblutung der Haut. Außerdem hat das Hormon einen positiven Effekt auf den Erhalt der Schleimhäute. Die "Vermännlichung" mit verstärkter Körperbehaarung, Damenbart oder Kopfhaarausfall wird durch eine sinnvolle Hormon-Ersatz-Therapie mit Östrogenen und antiandrogen wirkenden Gestagenen reduziert. Es sind also äußerlich sichtbare Erfolge, die diese Therapie erreichen kann - und die gerade in der Jahreszeit, in der wir am meisten Haut zeigen, für Frauen eine große Rolle spielen.


Weit verbreitet ist auch die Annahme, dass Frauen durch eine Hormon-Ersatz-Therapie zunehmen. Eine gleichbleibende Kalorienzufuhr bei sinkendem Energiebedarf führt nämlich bei vielen Frauen in den Wechseljahren zu einer Gewichtszunahme - im Sommer ein besonders leidiges Thema. Diese Gewichtsveränderungen werden u.a. durch die altersbedingten Veränderungen des Energieverbrauchs und die veränderten Lebensgewohnheiten ausgelöst. Wer seine Essgewohnheiten jetzt nicht ändert, legt schnell ein paar Pfunde zu. Inzwischen konnte nachgewiesen werden, dass keine stärkere Gewichtszunahme bei Frauen mit Hormon-Ersatz-Therapie gegenüber unbehandelten Frauen existiert. Im Gegenteil: Immer mehr neuere Studiendaten weisen darauf hin, dass der Hormon-Ersatz die Gewichtszunahme reduzieren kann, wenn die Lebensgewohnheiten entsprechend verändert werden.

 

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